Liebe Leserinnen und Leser, 

der Herbstbeginn ist in der Stiftungslandschaft ein Grund zu feiern: In diesem Newsletter stellen wir Ihnen am europaweiten Tag der Stiftungen gleich zwei Stiftungsjubiläen und ganze sechs aktuelle Preisverleihungen vor. Diese Dichte an Anlässen zeugt sowohl von konsistenter Stiftungsarbeit als auch vom Engagement für gute Ideen und Innovation in unserem Sektor. 

Auch auf Fördermöglichkeiten und spannende Veranstaltungen in der Stadt, hinter denen Stiftungen stecken, möchten wir Sie wieder hinweisen.

Wir wünschen einen guten Start in die kühlere Jahreszeit und senden herzliche Grüße!

Ihr Team vom Stiftungsbüro Hamburg

Stiftungsjubiläen
20 Jahre ARCHE Hamburg

Gemeinsam für Kinder und Tage voller Leben – unter diesem Motto feierte die ARCHE Hamburg am 13. September ihr 20-jähriges Bestehen mit langjährigen Wegbegleiter:innen, Kindern und deren Familien. Seit der Eröffnung 2006 in Jenfeld ist die Stiftung auf drei Standorte gewachsen und erreicht jährlich über 1.600 Kinder und Jugendliche. Gemeinsame Mahlzeiten, Lernförderung, Freizeit- und Ferienangebote sowie persönliche Begleitung gehören zum Alltag.

Höhepunkt des Jubiläums war ein Festprogramm im Thalia Theater mit Kindern und Jugendlichen der ARCHE und Rolf Zuckowski. Im Anschluss gab es einen bunten Umzug durch die Innenstadt „für starke Kinder in der Mitte unserer Gesellschaft".

Sozialsenatorin Ksenija Bekeris und Schirmherrin Dorit Otto würdigten das Engagement der ARCHE. Das Jubiläum machte sichtbar, wie wichtig die Unterstützung durch Ehrenamtliche, Spender:innen, Unternehmen, Stiftungen und Institutionen ist, da die Arbeit der ARCHE nahezu vollständig aus Spenden finanziert wird.

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20 Jahre „gemeinsam gesund werden"

2006 wurde Annette Rexrodt von Fircks' Vision für Mütter mit Brustkrebs und ihre Kinder im Projekt „gemeinsam gesund werden“ zur Realität. In der Klinik Ostseedeich in Grömitz haben mit Hilfe dieses bis heute einzigartigen Rehabilitationsprogramms in den vergangenen 20 Jahren rund 11.000 Mütter, 12.500 Kinder und 4.000 Partnerinnen und Partner neue Kraft tanken können.

Diesen Meilenstein feiert die Rexrodt von Fircks-Stiftung am 9. Oktober mit einem Charity-Abend im historischen Kultur Gut Hasselburg. Mit dabei: Inspirierende Gäste und Geschichten über die Arbeit der Stiftung, die deutlich machen, wie sich das Leben von Müttern mit Krebs in den letzten 20 Jahren nachhaltig verändert hat.

Die Schirmherrschaft übernimmt zum zweiten Mal Ministerpräsident Daniel Günther. Durch den Abend führt die ARD-TV-Moderatorin Okka Gundel – auch neue Stimme der Stiftung. Musikalisch wird der Abend von der Pianistin Julia Rinderle begleitet.

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Stiftungspreise im Herbst
HoheLuftschiff Kindertheater erhält Max-Brauer-Preis | Alfred-Toepfer-Stiftung

Max-Brauer-Preisträger 2026 ist das HoheLuftschiff Kindertheater, das seit fast 50 Jahren am Kaiser-Friedrich-Ufer den Vorhang öffnet – davon 20 auf einer umgebauten Getreideschute auf dem Wasser.

Der mit 20.000 Euro dotierte Max-Brauer-Preis wird seit 1993 von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. an Persönlichkeiten und Einrichtungen in Hamburg verliehen. Der Preis ermutigt Akteure, die das kulturelle, wissenschaftliche oder geistige Leben Hamburgs mit ihrem Engagement prägen. Er ist dem Andenken Max Brauers, des letzten Oberbürgermeisters von Altona vor 1933 und Ersten Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg nach 1946, gewidmet. Über die Vergabe des Preises entscheidet ein unabhängiges Kuratorium. 

Die Entscheidung fiel auf das HoheLuftschiff Kindertheater, weil es Kindern und Jugendlichen einen niedrigschwelligen, unmittelbaren Zugang zu Theater und kultureller Bildung ermöglicht und mit seiner offenen, partizipativen Arbeit Orte der Begegnung, der Kreativität und des gesellschaftlichen Miteinanders schafft. 

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Sara Wickström erhält Körber-Preis

Für ihre bahnbrechende Entdeckung eines bislang unbekannten Mechanismus', mit dem Zellen ihre Umgebung wahrnehmen, erhielt die finnische Medizinerin und Zellbiologin Sara Wickström am 18. September im Festsaal des Hamburger Rathauses den mit einer Million Euro dotierten Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft.

Den Preis überreichten ihr Patrick Cramer, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, und Thomas Paulsen, Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung. Dieser betonte, Wickströms Erkenntnis, dass unsere Zellen ihre physische Umgebung wahrnehmen und darauf reagieren, erweitere nicht nur unser grundlegendes Verständnis davon, wie Zellen funktionieren, sondern eröffne langfristig auch neue Perspektiven für die Medizin.

Sara Wickström ist Direktorin am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster und Forschungsdirektorin an der Medizinischen Fakultät der Universität Helsinki. Der Körber-Preis zählt zu den weltweit höchstdotierten Forschungspreisen. Die Preissumme ist zu 90% für Forschung und Wissenschaftskommunikation einzusetzen. Die Körber-Stiftung zeichnet seit 1985 jährlich einen Forschungsdurchbruch in den Physical oder den Life Sciences in Europa aus. Prämiert werden exzellente und zukunftsweisende Forschungsansätze mit hohem Anwendungspotenzial. Nach Verleihung des Körber-Preises erhielten bislang acht Preisträgerinnen und Preisträger den Nobelpreis.

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Sebastian Tonke erhält Joachim Herz Preis

Für sein Forschungsvorhaben zu einem nachhaltigeren Umgang mit Trinkwasser erhielt Prof. Dr. Sebastian Tonke von der Technischen Universität München am 27. August in Hamburg den mit 500.000 Euro dotierten Joachim Herz Preis 2026. In seiner Studie kombiniert Tonke digitale Wasserzähler mit einer Smartphone-App und macht den Trinkwasserverbrauch in Privathaushalten in Echtzeit sichtbar. Seine Erkenntnisse sollen Wasserversorgern und Politiker:innen helfen, wirksame Maßnahmen zur Senkung des Wasserverbrauchs zu entwickeln und die Trinkwasserversorgung resilienter zu gestalten.

Der Joachim Herz Preis zählt zu den höchstdotierten Wissenschaftspreisen in Deutschland. Er zeichnet anwendungsbezogene, interdisziplinäre Forschungsvorhaben aus. In diesem Jahr richtete er sich an Wirtschaftswissenschaftler:innen, die zu einem smarten Umgang mit Wasser forschen.

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Rafiki Fariala erhält Albert Wiederspiel-Preis | Hapag-Lloyd-Stiftung

Mit dem Albert Wiederspiel-Preis für internationale Filmregie – vergeben im Rahmen von FILMFEST HAMBURG und dotiert mit 10.000 Euro – wurde am 25. September der kongolesische Regisseur Rafiki Fariala ausgezeichnet.

Mit dem nach dem langjährigen Leiter von FILMFEST HAMBURG benannten Preis würdigt die Hapag-Lloyd-Stiftung Filmschaffende, die unter schwierigen politischen und gesellschaftlichen Bedingungen arbeiten und dabei Mut und künstlerische Unabhängigkeit beweisen

Mit seinem autobiografisch geprägten Spielfilmdebüt „Congo Boy" erzählt er vom Aufwachsen zwischen Krieg und Vertreibung, von Verantwortung und großen Träumen – und von der Kraft der Musik. Der Film feierte 2026 seine Premiere in der Reihe „Un Certain Regard" in Cannes. 

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K.-H. Zillmer-Verlegerpreis | Hamburgische Kulturstiftung

Der mit 20.000 Euro dotierte Karl-Heinz Zillmer-Verlegerpreis ging am 28. September an Sebastian Guggolz. Unter dem Dach der Hamburgischen Kulturstiftung zeichnet die K.-H- Zillmer-Stiftung Guggolz für seinen großen verlegerischen Einsatz für die Literatur aus. 

Der K.-H. Zillmer-Verlegerpreis würdigt Personen des literarischen Lebens, die sich durch besonders mutige
und weitreichende Entscheidungen und großen persönlichen Einsatz um die Literatur verdient gemacht
haben. Die Stiftung verleiht den Preis seit 1994 alle zwei Jahre. 

Sebastian Guggolz gründete 2014 in Berlin den Guggolz Verlag für Neuübersetzungen und Neuausgaben von
Büchern aus Nord- und Osteuropa. Das Programm umfasst vergessene und aus dem Fokus geratene Werke
mit dem Ziel, diese Literatur auf dem deutschen Buchmarkt breiter und vielgestaltiger verfügbar
sowie Regionen auf der literarischen Landkarte sichtbar zu machen. 

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Interessantes von und für Stiftungen
Förderradar im Oktober 2026

Ob Unterstützung von Migrant:innenselbstorganisationen, Hilfsspenden für vielfältige Zwecke oder die Ausschreibung des Deutschen Schülerstipendiums – auch im Oktober lohnt sich ein Blick auf aktuelle Fördermöglichkeiten von Hamburger Stiftungen.

Mit dabei in diesem Monat:

  • Themenfonds Migrantisches Engagement | BürgerStiftung Hamburg 

  • Förderanträge | Stiftung Hamburger Hilfsspende
  • Das Deutsche Schülerstipendium | Roland Berger Stiftung 
 
Termine & Veranstaltungen
11.-17.10.: Hamburger Woche der Pressefreiheit: Zwischen den Zeilen

Initiiert von der Körber-Stiftung und der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, findet vom 11. bis zum 17. Oktober unter dem Motto „Zwischen den Zeilen" die Hamburger Woche der Pressefreiheit statt. 

Pressefreiheit als Grundpfeiler demokratischer Gesellschaften garantiert, dass unterschiedliche Sichtweisen gehört und Verantwortliche kontrolliert werden können. Doch Pressefreiheit und Medienvielfalt stehen unter Druck – auf vielen Ebenen, weltweit und auch in Deutschland. 

Die Woche der Pressefreiheit zählt auf mehr als 50 Partnerinstitutionen aus ganz Hamburg: NDR Info und STRÖER Media als Gründungspartner, weitere Medienhäuser, Stiftungen, Hochschulen, Vereine, Initiativen, Unternehmen und die Behörde für Kultur und Medien.

Die Woche vereint über 80 kostenfreie Veranstaltungen unter ihrem Dach, darunter offene Redaktionen, Faktencheck-Workshops, Gespräche mit Journalist:innen und vieles mehr. In der Regel ist keine Anmeldung nötig.

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13.10.: Verleihung des 14. Helga-Stödter-Preises

Mit dem Helga-Stödter-Preis der Handelskammer Hamburg werden Organisationen ausgezeichnet, die sich für Mixed Leadership und damit für eine ausgewogene Besetzung von Frauen und Männern in Führungspositionen engagieren.

Dieses Jahr findet die Preisverleihung am 13.10. um 18 Uhr im Forum der Handelskammer statt, die Keynote hält Prof. Dr. Beate Heinemann, Vorsitzende des Direktoriums am Forschungszentrum DESY.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.

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15.10.: Zur kritischen Infrastruktur der Demokratie

Wie bleibt Demokratie in Zeiten von Polarisierung, Desinformation und wachsendem Misstrauen handlungsfähig? Welche Strukturen tragen dazu bei, dass demokratische Gesellschaften auch unter Druck stabil bleiben?  

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Bundeskanzler Helmut Schmidt Stiftung am 15.10. ab 18 Uhr. Nach seiner Keynote „Was macht Demokratie wehrhaft?" diskutiert Prof. Dr. Jan-Werner Müller von der Princeton University mit Prof. Dr. habil. Gerhard Schreiber (Helmut-Schmidt-Universität) und Dr. Julia Reuschenbach (Universität Hamburg).

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.

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16.-19.10.: Wie wir im Alter leben wollen 

Nach dem Erfolg im letzten Jahr fördert die Hildegard und Horst Röder-Stiftung auch die Neuauflage des Kunstprojekts „Wie wir im Alter wohnen wollen“ für Menschen ab 60 Jahren.

Den Auftakt bildet am 16.10. von 15-16 Uhr eine Podiumsdiskussion mit Expert:innen zum Thema „Wohnen im Alter“ – begleitet von „Kunsthäppchen“ zum Mitmachen als Vorgeschmack auf die Folgetage. Denn in den Kreativ-Workshops vom 17. bis 19.10. (jeweils 10-16 Uhr) werden die Teilnehmenden selbst künstlerisch aktiv. Hier geht es auch darum, sich mit dem Thema kreativ und spielerisch auseinanderzusetzen – und neue Ideen und Impulse mitzunehmen. Angeleitet werden die Workshops von den Künstlerinnen Kristine Thiemann und Eva Kolb.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich. Um Spenden wird gebeten.

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18.10.: Filmvorführung „Sieben Seelen"

Im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit veranstaltet die Fürstenberg Foundation am 18.10. um 10:30 Uhr eine Filmvorführung mit anschließendem Gespräch in der ASTOR Film Lounge.

Gezeigt wird der Dokumentarfilm „Sieben Seelen – Ringen um Familie“ von Stefan Czimmek. Zehn Jahre lang war der Vater des Regisseurs an einer Depression erkrankt. In seinem Film untersucht Stefan Czimmek, was diese Zeit bei jedem der sieben Familienmitglieder hinterlassen hat. Dabei zeigt der Film eindrücklich, dass psychische Erkrankungen nie nur eine einzelne Person betreffen. Sie wirken in Familien hinein, verändern Beziehungen und machen deutlich, wie wichtig Offenheit, Verständnis und Raum für ehrliche Gespräche sein können.

Tickets sind im Vorverkauf erhältlich.

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18.10.: Empfang zur Herbstausstellung „Gartenglück" 

Am 18.10. um 11 Uhr lädt die Stiftung Ohm zu ihrem zweiten Herbstempfang im Rahmen der Ausstellung „Gartenglück" mit Kunstwerken und Objekten aus fünf Jahrhunderten ein.

Die Ausstellung wurde bereits am 20.9. eröffnet und ist noch bis zum 13.12. zu sehen. Der Besuch ist kostenlos; am Wochenende (Sa.: 15:30-17:30; So.: 11:00-13:00) und nach Vereinbarung.

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22.10.: Ohr zur Welt: GANNA Ensemble

Die ukrainische Sängerin Ganna Gryniva verbindet mit ihrem GANNA Ensemble traditionelle Volkslieder aus ihrer Heimat mit zeitgenössischem Jazz. Aus gesammelten Liedern und Geschichten über Liebe, Krieg und Hoffnung entsteht ein ausbalancierter Dialog zwischen Folklore und Improvisation – voller Sensibilität, Tiefe und verbindender Kraft.

Das Konzert findet am 22.10. um 19 Uhr im KörberForum statt. Eine Anmeldung ist ab dem 8.10. möglich.

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Bildnachweise: 20 Jahre ARCHE Hamburg © Franziska Teichert, plan p GmbH; 20 Jahre gemeinsam gesund werden © Rexrodt von Fircks Stiftung; Max-Brauer-Preis © HoheLuftschiff; Körber-Preis 2026 © Davin Ausserhofer / Körber-Stiftung; Joachim Herz Preis © Joachim Herz Stiftung / Claudia Höhne; Albert-Wiederspiel-Preis © Claudia Höhne; K.-H- Zillmer-Verlegerpreis © Nils Stelte; Hamburger Woche der Pressefreiheit © Hamburger Woche der Pressefreiheit; Helga-Stödter-Preis © Kati Jurischka; Zur kritischen Infrastruktur der Demokratie © Unsplash/Claudio Schwarz; Wie wir im Alter leben wollen © Hildegard und Horst Röder-Stiftung; Filmvorführung Sieben Seelen © Stefan Czimmek; Herbstausstellung Gartenglück © Stiftung Ohm; Ganna Ensemble © Dovile Sermokas.

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Tel.: 040 87 88 969 83
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