1. Warum ist Fundraising mehr als Geld sammeln?
Fundraising bedeutet nicht nur, Spenden zu bekommen. Es heißt: Menschen für eure Idee zu begeistern, Vertrauen aufzubauen und Beziehungen zu pflegen. Wer Fundraising als Teil der eigenen Kommunikation versteht, gewinnt nicht nur Mittel, sondern auch neue Mitstreiter:innen.
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2. Was braucht ihr, bevor ihr loslegt?
Bevor ihr euch an den Spendenaufruf setzt, nehmt euch Zeit für die strategische Planung eures Fundraisings. Das vermeidet Umwege und erhöht die Erfolgschancen.
- Was genau soll finanziert werden? Klärt den genauen Auftrag eures Projekts. Welche Problemstellung soll durch das Projekt angegangen werden. Was braucht ihr für die Umsetzung.
- Welche Ressourcen gibt es für das Fundraising? Notiert, was euch für das Fundraising zur Verfügung steht: Team, Unterstützer:innen, Zeit, Budget, Material.
- Wer ist die Zielgruppe? Überlegt, wie das Umfeld eurer Organisation aussieht und wer potentielle Spender:innen sein können. Beachtet dabei auch die mediale Präsenz und gesellschaftliche Lage des Themas eures Projekts.
- Wer macht was, wann und wie? Erstellt einen Maßnahmenplan, in dem ihr die Maßnahmen, Ziele, Zeiträume und Verantwortlichkeiten eures Fundraisings veranschaulicht.
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3. Was macht einen guten Spendenaufruf aus?
Fundraising ist Kommunikation. Ein guter Spendenaufruf spricht die Zielgruppe direkt und persönlich an. Er zeigt authentisch, wofür euer Projekt steht und was die Spende bewirkt.
- Klare Handlungsaufforderung: Spenden ist nichts Passives. Es braucht einen Call for Action: „Spende jetzt, damit…“
- Emotionales Storytelling: Geschichten schaffen emotionale Verbindung und motiviert potentielle Spender:innen. Die Spender:innen stehen dabei im Mittelpunkt der Geschichte.
- Wirkungsversprechen: Konkreten Beispiele zeigen, was die einzelne Spende bewirken kann.
- Transparenz: Durch Darstellungen, wie das Geld verwendet wird, können mögliche Zweifel und Einwände von Spender:innen adressiert werden.
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4. Wie Spenden entgegen nehmen?
Jenseits der klassischen Spendendose, gibt es unzählige Wege Spenden online zu sammeln. Hier zwei Hinweise:
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5. Wie langfristig erfolgreich bleiben?
Wer langfristig Mittel gewinnen will, muss Beziehungen pflegen. Wer gibt, möchte gesehen werden. Und wer sich gesehen fühlt, gibt gern wieder. Ein Dank muss nicht immer persönlich sein – aber er muss von Herzen kommen. Ein kurzer Videogruß, ein Foto aus dem Projekt, ein warmes Posting auf Social Media: Das zeigt, dass euer Projekt lebt, wirkt und sich freut. Gerade zum Jahreswechsel lohnt sich ein Blick nach vorn. Zeigt euren Unterstützer:innen, was kommt und ladet sie ein, wieder Teil davon zu sein.
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